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Blutdruck messen: Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck kann wichtige Organe wie das Herz schädigen.
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VOLKSKRANKHEIT NUMMER EINS

WIE SIE BLUTHOCHDRUCK NATÜRLICH SENKEN KÖNNEN

Mythos oder Wahrheit: Ist Kaffee wirklich schlecht fürs Herz und verursacht hohen Blutdruck?
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1MYTHENCHECK
DAS SOLLTEN SIE ÜBER BLUTHOCHDRUCK WISSEN

Bekommen nur Übergewichtige Bluthochdruck? Und sorgt Kaffee tatsächlich für erhöhte Blutdruckwerte? Unser Mythencheck rund um Hypertonie klärt auf.

Mythos 1: Nur Übergewichtige haben zu hohen Blutdruck

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Auch schlanke Menschen können an Hypertonie leiden. Zwar ist Übergewicht einer der Hauptgründe für erhöhten Blutdruck. Aber neben falscher Ernährung spielen auch die Vererbung und die Faktoren Bewegungsmangel sowie Stress eine große Rolle.

Mythos 2: Kaffee trinken erhöht den Blutdruck

Das stimmt nur teilweise. Nach einer Tasse Kaffee kommt es zu einer – bis zu 30 Minuten anhaltenden – Blutdruckerhöhung, erklärt die Deutsche Herzstiftung. Deshalb sollten Patienten mit erhöhtem Blutdruck vor einer Messung keinen Kaffee trinken. Wenn Sie regelmäßig Kaffee genießen, senkt das aber den Blutdruck: Eine Tasse Kaffee täglich reduziert den Wert um bis zu neun mmHg.

WAS IST BLUTHOCHDRUCK?

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Wenn der Blutdruck in den Schlagadern (Arterien) aufgrund von Störungen im Herz-Kreislauf-System, im Hormonsystem oder wegen Organschäden chronisch erhöht ist, spricht man von Bluthochdruck. Laut der Deutschen Herzstiftung ist dieser gegeben, wenn der Arzt an unterschiedlichen Tagen Werte von mindestens 140 zu 90 mmHg (Millimeter/Quecksilbersäule) oder höher misst.

Dabei zeigt die erste Zahl den systolischen Blutdruck an. Er entsteht, wenn das Blut vom Herz stoßartig in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt wird. Der untere Wert bezeichnet den diastolischen Blutdruck und nennt den Restblutdruck, wenn sich das Herz in der Erschlaffungsphase befindet.

Mythos 3: Bluthochdruck ist am Gesicht erkennbar

Das stimmt nicht. Zwar könne ein plötzlicher starker Anstieg des Blutdrucks vorübergehend zu einem roten Kopf führen, schreibt das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Meistens habe das Erröten aber andere Ursachen. Wenn sich jemand aufregt oder Hitze ausgesetzt ist, werden die Gefäße der Gesichtshaut stärker durchblutet. Das kann ebenso zu einer Rötung führen.

Mythos 4: Viel Salz lässt den Blutdruck steigen

Das stimmt. Lässt sich die tägliche Kochsalzzufuhr auf unter sechs Gramm senken, so die Deutsche Herzstiftung, kann der Blutdruck oft deutlich gesenkt werden. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Salzaufnahme erreicht bei vielen Menschen bei einer unbedachten Ernährungsweise häufig zehn bis 15 Gramm täglich.

BLUTHOCHDRUCK-TABELLE: AB DIESEN WERTEN WIRD ES KRITISCH

Hier erfahren Sie, welcher systolische bzw. diastolische Blutdruckwert eine leichte, mittelschwere oder schwere Hypertonie anzeigt:

Quelle: Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL

Mythos 5: Einmal Hochdruck, immer Hochdruck

Das hängt von verschiedenen Ursachen ab. Ist der Bluthochdruck die Folge einer anderen Krankheit (man spricht hier von sekundärer Hypertonie), kann er nach der überstandenen Krankheit wieder sinken. Ebenso lässt sich die essentielle Hypertonie als häufigste Blutdruckvariante erfolgreich behandeln. Sie tritt aufgrund von individuellen Lebensgewohnheiten und genetischer Veranlagung auf. Eine gesündere Ernährung, Sport oder Stressabbau senken die Blutdruckwerte.

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Wochenmarkteinkauf: Welche Nahrungsmittel treiben den Blutdruck in die Höhe, welche nicht?
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2ERNÄHRUNG
TOP TEN: DIESE LEBENSMITTEL SENKEN DEN BLUTDRUCK

Von Rote Beete bis Knoblauch: Diese zehn Nahrungsmittel können den Blutdruck auf natürliche Weise senken – und das ganz ohne Medikamente.

1. Rote Beete

Die Gemüsesorte enthält Nitrate (Salze), die durch den Speichel zu Nitrit reduziert werden, das die Gefäße erweitert. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt.

2. Hibiskustee

Laut einer US-Studie lässt sich der Blutdruck senken, wenn Menschen mit erhöhten Blutdruckwerten täglich drei Tassen Hibiskustee trinken. Die positive Wirkung steckt in den im Tee enthaltenen Farbstoffen (Flavonoide).

3. Blaue Kartoffel

Die blau-violette Kartoffelsorte hat dank ihrer sekundären Pflanzenstoffe einen gesundheitlichen Effekt und senkt bei Übergewichtigen den Blutdruck. Tipp: Auch die normale gelbliche Kartoffel gilt als blutdrucksenkend. Der Effekt ist allerdings geringer.

4. Dunkle Schokolade

Bestimmte blutdrucksenkende Inhaltsstoffe (Flavanoide) stecken vor allem in Bitterschokolade mit hohem Kakao-Anteil (ab 70 Prozent). Seien Sie aber vorsichtig mit den zusätzlichen Kalorien, die zu Übergewicht führen können.

5. Vollkornprodukte

Eine vollkornbasierte Ernährung mit Vollkornbrot und Vollkornmüsli kann helfen, hohen Blutdruck zu senken. Forscher führen das auf die enthaltenen pflanzlichen Inhaltsstoffe wie Ballaststoffe, Magnesium, Kalium und Kalzium zurück.

Rote Beete: Die meisten kennen sie roh oder gekocht im Salat.
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Hibiskustee: Drei Tassen frischer Hibiskustee täglich senken den Blutdruck.
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Blaue Kartoffel: In Deutschland ist sie auch als Trüffelkartoffel bekannt.
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Dunkle Schokolade: Bitterschokolade enthält einen hohen Kakaoanteil.
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Vollkornbrot: Mit Gemüse belegt schmeckt es am besten.
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Basilikum: Es zählt zu den beliebtesten Gewürzkräutern.
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Makrele: Der Seefisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren.
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Banane: Sie gilt als das Superfood schlechthin.
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Leinöl: Es wird aus Leinsamen, den reifen Samen von Öllein, gewonnen.
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Knoblauch: Die Gewürz- und Heilpflanze riecht streng, ist aber gesund.
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6. Frische Kräuter

Bei einem Großteil der Menschen führt ein Zuviel an Kochsalz zu erhöhten Blutdruckwerten. Verfeinern Sie Ihre Gerichte lieber mit frischen Kräutern, wie zum Beispiel Basilikum, Koriander oder Thymian. Auch Gewürze wie die exotische Kurkuma sind empfehlenswert.

7. Fisch

Zweimal Seefisch pro Woche wie Makrele, Thunfisch, Lachs und Sardinen wirken sich positiv auf den Blutdruck aus. Die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind dafür verantwortlich. Sie senken die Triglycerid- und LDL-Cholesterinwerte.

8. Banane

Sie gehört zu den beliebtesten Obstsorten, enthält wenig Natrium und ist dafür reich an Kalium. Der hohe Kaliumanteil wirkt sich positiv auf die Flüssigkeitsbalance aus. Allerdings steckt in Bananen auch viel Zucker, also viele Kalorien.

9. Hochwertige Öle

Möglichst unverarbeitete Lebensmittelöle mit ungesättigten Fettsäuren wie Rapsöl, Olivenöl, Walnuss- und Leinöl senken den Blutdruck. Verwenden Sie diese hochwertigen Öle zum Kochen oder fürs Salatdressing.

10. Knoblauch

Er ist die Wunderknolle schlechthin. Sein Hauptwirkstoff Allicin wirkt blutverdünnend, erweitert die Gefäße und kann so den Blutdruck verringern.

Wandern: Regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus.
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3BEWEGUNG
DIESE SPORTARTEN SIND BEI BLUTHOCHDRUCK GEEIGNET

Regelmäßige körperliche Bewegung kann helfen, den Blutdruck zu senken. Die Faustformel lautet: Ausdauer bei geringer Intensität. Wir zeigen fünf optimale Sportarten.

Joggen: Regelmäßiges leichtes Joggen steigert das Herzvolumen und senkt den Blutdruck.
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Nordic Walking: Zwei Stöcke unterstützen den Schrittrhythmus beim Gehen auf nordische Art.
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Wandern: Vom langweiligen Rentnersport zum coolen Trendsport: Wandern in den Bergen.
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Radfahren: Es verbessert die Herzleistung und kurbelt die Durchblutung an: Radfahren.
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Schwimmen: Maßvolles und regelmäßiges Schwimmen hilft, den Blutdruck zu senken.
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Blutdruckmessung am Handgelenk: Stützen Sie den Ellenbogen auf einer Tischplatte leicht ab und heben Sie den Unterarm etwas an.
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4KONTROLLE
WARUM SIE IHREN BLUTDRUCK AUCH ZU HAUSE MESSEN SOLLTEN

Den Blutdruck zu Hause zu kontrollieren ist gar nicht so einfach. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Blutdruckmessung.

Warum sollte der Blutdruck gemessen werden?

Unerkannter Bluthochdruck ist einer der großen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Deshalb sollten Sie Ihre Blutdruckwerte in regelmäßigen Abständen von Ihrem Hausarzt kontrollieren lassen. Auch Apotheken bieten oft kostenlos oder für eine geringe Gebühr eine Messung an.

Ist es sinnvoll, den Blutdruck zu Hause zu messen?

Ja. Werden die Blutdruckwerte ausschließlich beim Arzt gemessen, sind die Ergebnisse nicht aussagekräftig genug. Ein Grund: Die Praxismessung findet nicht regelmäßig statt. Zudem sind Fortschritte in einer Behandlung bei Bluthochdruck leichter nachzuvollziehen.

Womit sollten Sie messen?

Für Messungen zu Hause können Sie vollautomatische Blutdruckmessgeräte verwenden, die Sie in der Apotheke oder im (Online-)Handel kaufen können. Dort werden verschiedene Modelle angeboten, mit denen der Blutdruck am Oberarm oder am Handgelenk kontrolliert werden kann.

Blutdruckmessung am Oberarm: Der aufblasbare Teil muss sich an der Innenseite des Oberarms befinden.
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Wie häufig sollten Sie messen?

Das hängt von der individuellen Situation ab. Während der ärztlichen Diagnosephase und zu Beginn einer medikamentösen Behandlung von Bluthochdruck sollten Sie die Werte dreimal am Tag ermitteln.

Welche Tageszeiten sind richtig?

Sie können morgens nach dem Aufstehen, mittags oder abends Ihren Blutdruck messen. Wichtig ist: Haben Sie über einen längeren Zeitraum stabile Werte ermittelt, ist es sinnvoll, nur noch einmal täglich zu kontrollieren – dann aber von Tag zu Tag zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Warum sollten Sie die Werte gegenchecken?

Gleichen Sie Ihre zu Hause ermittelten Werte regelmäßig mit denen Ihres Hausarztes ab, um bei einer Hochdrucktherapie optimale Ergebnisse zu erzielen. So vergewissern Sie sich, dass Sie den Werten trauen und eventuelle Messfehler zu Hause ausschließen können.

Können zu häufige Messungen zu Bluthochdruck führen?

Viele sind übervorsichtig und messen zu oft ihren Blutdruck. Das hat jedoch eher einen negativen Effekt. Wenn Betroffene beim Messen unter Stress stehen, stellen Sie auch öfter einen erhöhten Blutdruck fest. Dies kann wieder neuen Stress verursachen und den Blutdruck steigen lassen.

Lecker, aber mit Vorsicht zu genießen: Spiegeleier haben einen hohen Cholesteringehalt.
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5CHOLESTERIN
HOHE BLUTFETTWERTE SIND EIN WARNSIGNAL FÜR BLUTHOCHDRUCK

Menschen mit Bluthochdruck haben oftmals auch zu hohe Blutfettwerte. Deshalb sollten gerade sie ihre Cholesterinwerte im Auge behalten und sich fettarm ernähren.

Bluthochdruck und ein ungünstiger Cholesterinspiegel treten häufig gemeinsam auf. Der Grund: Erhöhte Blutfettwerte führen häufig zu Übergewicht. Fettleibigkeit belastet wiederum Körper und Kreislauf und ist ein erheblicher Faktor für die Entstehung des Bluthochdrucks.

WAS IST CHOLESTERIN?
Cholesterin ist für den Körper ein lebenswichtiger Baustein. Man unterscheidet zwei Formen: Das HDL-Cholesterin und das LDL-Cholesterin. HDL steht für High-Density-Lipoprotein, LDL ist die Abkürzung für Low-Density-Lipoprotein. Wenn sich zu viel LDL-Cholesterin im Blut befindet, kann das negative gesundheitliche Folgen haben.


Beide – Bluthochdruck und erhöhte Blutfette – unterstützen eine vorzeitige Arterienverkalkung und erhöhen die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Mit einer cholesterinarmen Ernährung lässt sich das Risiko für Bluthochdruck senken.

Dabei sollten beispielsweise tierische, gesättigte Fette durch ungesättigte Fettsäuren ersetzt werden. Ungesättigte Fette finden sich in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse. Experten raten auch zu ballaststoffreicher Nahrung wie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, die die Fettverdauung anregt.


Wie hoch ist Ihr persönliches Bluthochdruck-Risiko? Hier geht es zum Test.

© t-online.de – ein Angebot der Ströer Content Group

Projektleitung: Tanja Tempel

Redaktion (Text/Foto): Ron Schlesinger

Textquellen: Deutsche Hochdruckliga, Deutsche Herzstiftung, Diabetes Ratgeber

Fotoquellen: Getty Images, Imago

Technische Umsetzung: Christian Vollrath

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