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Mit der „Mission Zukunft“ inklusiv auf dem Mars (Copyright: Tobias Schult)

Je früher Kinder Inklusion erfahren, desto selbstverständlicher wird sie im weiteren Leben

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, lautet ein Sprichwort. Aber stimmt das für Inklusion ebenso? Sicher können auch Erwachsene Hemmungen und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung ablegen. Das kann aber mehr Überwindung und Zeit kosten. Wie viel besser wäre es, wenn die Berührungsängste erst gar nicht entstünden? Wenn Menschen schon als Kinder die Unverkrampftheit und Offenheit lernen, mit der die Jüngsten Unbekanntem begegnen?

Wenn Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam aufwachsen und erleben, dass das Miteinander ganz normal ist, dann wird Inklusion im späteren Leben auch selbstverständlich sein. Das gemeinsame Aufwachsen in einer vielfältigen Umgebung macht es möglich, dass Kinder und Jugendliche ihre Stärken optimal entwickeln können. Und wer als Kind von Anfang an erlebt, dass Unterschiede normal sind, geht damit im Leben souveräner um und ist bereit für die Welt von morgen.

Gemeinsam aufwachsen – der Schlüssel zu Inklusion

Beim Dreh: Thibaud Kurtz (l.) und Leopold Schill

Arbeitswelt der Zukunft: Thibaud Kurtz (l.) als Bauarbeiter

Auf dem Bau: In der Zukunft ist Inklusion selbstverständlich

On Air: Thibaud Kurtz als Tontechniker

Im Büro: Vielfalt ist normal

Kamera ab: Beim Filmdreh zur Szene auf dem Mars

Copyright: Tobias Schult

Die Aktion Mensch setzt sich deshalb mit Projekten und Initiativen für einen gemeinsamen Alltag von Kindern mit und ohne Behinderung ein und hat eine Kampagne mit dem Thema „Inklusion von Anfang an“ gestartet.

Wir zeigen, was das konkret heißt: Dabei stellen wir Projekte für Kinder und Jugendliche vor, wie gemeinsame Schwimm- und Programmierkurse, die Aktion Mensch fördert. Wir berichten vom deutschlandweit ersten inklusiven Spielplatz, der im Juni 2018 in Köln-Porz eröffnet wurde und verraten, welche Abenteuer Kinder mit und ohne Behinderung in einem barrierefreien Kinderbuch erleben. Zudem kommen Eltern zu Wort, die offen sagen, was Inklusion in der Schule für sie und ihre Kinder bedeutet – und wie wichtig ihnen eine deutlich inklusivere Gesellschaft ist.

Quelle: Aktion Mensch
1„MISSION ZUKUNFT“
DER FILM

Mit ihrem neuen Kampagnenfilm „Mission Zukunft“ zeigt die Aktion Mensch, wie die Welt von morgen aussehen könnte, wenn Inklusion von Anfang an gelebt wird.

Kinder mit und ohne Behinderung schlüpfen in die Rollen der Erwachsenen – als Astronautin, Bauarbeiter, Kellnerin, Taxifahrer und Radiomoderator – und teilen ganz selbstverständlich den Alltag in Freizeit und Beruf. Vielfalt ist normal und gemeinsam fiebern die Junior-Darsteller der Landung eines inklusiven Teams auf dem Mars entgegen. Wenn alle möglichen Talente und Ideen zusammenkommen, dann geht eben mehr – sehen Sie selbst:

Wir schreiben das Jahr X in einer nicht allzu fernen Zukunft. Ein sonniger Morgen kündigt sich an. Heute soll zum ersten Mal eine bemannte Raumkapsel auf dem Mars landen. Gespannte Erwartung liegt über der alltäglichen Routine der Stadtmenschen auf der Erde…

Spielen ohne Barrieren (Copyright: Tobias Schult)
2Gemeinsam Freizeit verbringen
ein Gewinn für alle

Gemeinsam spielen, gemeinsam lernen – gar nicht so schwierig, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Um Inklusion von Anfang an voranzubringen, fördert die Aktion Mensch viele Projekte für Kinder und Jugendliche. Hier vier modellhafte Beispiele – vom Kindergarten unter freiem Himmel bis zum inklusiven Schwimmkurs.

Code your Life, Berlin
Programmieren für alle

Junge Menschen sollen die neuen Medien nicht nur passiv konsumieren, sondern die digitale Welt um sich herum selbst positiv gestalten können. Die Microsoft-Bildungsinitiative „Code your Life“ will dazu beitragen und bei Kindern ab acht Jahren das Interesse am Programmieren und an Informatik wecken. Jedes Kind kann programmieren lernen – und soll die Chance dazu bekommen. Aus dieser Überzeugung heraus haben die Aktion Mensch und Microsoft ihre Kooperation erweitert: Die Angebote öffnen sich jetzt für Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen und laden sie in ein inklusives Lernumfeld ein. Hier kommen barrierefreie Lernmittel zum Einsatz. Technik und Didaktik werden den Bedürfnissen der Kinder entsprechend angepasst. Bei einem inklusiven „Code your Life“-Coding Camp im Sommer in Berlin konnten mehr als 450 Kinder mit und ohne Behinderung drei Tage lang gemeinsam in die Welt des Programmierens eintauchen. Aus den Ergebnissen der Pilotphase werden Lehrmaterialien entwickelt – damit auch andere Bildungseinrichtungen ihre Programmierkurse inklusiv ausrichten können.

Naturkindergarten Gut Hausen, Frankfurt am Main
Unter freiem Himmel spielen und lernen

Schlechtes Wetter? Gibt es nicht! Die Mädchen und Jungen des inklusiven Naturkindergartens Gut Hausen in Frankfurt am Main verbringen die meiste Zeit des Tages an der frischen Luft. Das offene Gelände mit den Wiesenflächen und alten Obstbäumen bietet ideale Voraussetzungen für einen Kinderalltag unter freiem Himmel. Eröffnet wurde die von der Aktion Mensch unterstützte Kita 2014 als weiterführende Einrichtung für die Kinder der benachbarten inklusiven Krabbelstube. Kinder mit und ohne Behinderung pflücken hier frisches Obst direkt vom Baum, ziehen eigenes Gemüse oder toben auf den barrierefreien Spielplätzen. Voneinander lernen, zusammen spielen und selbstverständlich miteinander aufwachsen: Diese positiven Erfahrungen machen die Kinder auf Gut Hausen von Anfang an.

Naturkindergarten Gut Hausen: Herumwerkeln im Freien ohne Barrieren

Naturkindergarten Gut Hausen: Inklusion durch gemeinsames Gärtnern

Naturkindergarten Gut Hausen: Viel Freiraum, um Dinge auszuprobieren

Code your Life: An die Laptops, fertig, los!

Code your Life: Jeder kann programmieren lernen

People’s Theater: Das Projekt heißt "Freundschaft inklusive"

People’s Theater: Inklusion durch gemeinsames Schauspielern

Copyright: Tobias Schult (Naturkindergarten), Thilo Schmülgen (Code your Life, People’s Theater)

People’s Theater Offenbach
Bühnenluft schnuppern beim Theaterprojekt „Freundschaft inklusive“

Das People´s Theater Offenbach bringt schon seit vielen Jahren die Theaterbühne in die Klassenzimmer der Stadt. In andere Rollen schlüpfen, Selbstvertrauen finden, Konflikte friedlich lösen: Das will das Team von People´s Theater Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Beim Projekt „Freundschaft inklusive“ spielen erstmals junge Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Theater. Beim dreijährigen Projekt führte das Team Mädchen und Jungen aus allen Schultypen in Arbeitsgemeinschaften ins Schauspielen ein. Durch ihre Initiative stellten die Schüler schnell fest: Es gibt viel mehr, was sie verbindet, als was sie trennt.

Schwimm-Club Wiking Herne 1921 e.V.
Gemeinsamer Wasserspaß beim Inklusionsschwimmen

Gemeinsam schwimmen lernen, zusammen trainieren, miteinander Erfolge feiern: Beim Schwimm-Club Wiking Herne 1921 e.V. sind Menschen mit und ohne geistige Behinderung gemeinsam aktiv. Kein Rehasport und keine gesonderten Kurse: Ziel des Projekts „Inklusionsschwimmen“ ist es, die Schwimmleistungen aller Teilnehmer zu verbessern. Genauso wichtig ist es dem Verein, das Miteinander von Sportlern mit und ohne Behinderung selbstverständlicher zu machen. Dafür sorgen besonders qualifizierte Trainerinnen und Trainer im Wasser. So ist für Sicherheit und optimale Förderung aller Schwimmer gesorgt. Mitmachen kann jeder mit ersten Schwimmerfahrungen. Das ist echte Inklusion.

Sie möchten solche Projekte unterstützen? Das geht ganz einfach mit einem Los.

Mia (l.) und Timon auf dem inklusiven Spielplatz Köln-Porz (Copyright: Thilo Schmülgen)
3BARRIEREFREIE
SPIELPLÄTZE SCHAFFEN BEWEGUNG

In den ersten Lebensjahren geht es darum, die Welt spielerisch zu erkunden – am Besten im Freien. Das gilt für Kinder mit und ohne Behinderung. Barrierefreie und inklusive Angebote auf öffentlichen Spielplätzen gibt es bislang aber nur wenige.

Wer erinnert sich nicht gern daran, als Kind außer Sichtweite von den Eltern mit Nachbarskindern gespielt zu haben: auf Straßen, in Hinterhöfen oder auf Spielplätzen. Heutzutage toben Kinder – zumindest in der Stadt – seltener unbeaufsichtigt draußen herum. Das hat viele Gründe: mehr Autoverkehr, mehr Schultermine, höherer Leistungsdruck und überbesorgte Eltern.

Es gibt nur sehr wenige barrierefreie Spielplätze

Dabei ist das Spielen im Freien besonders wichtig: Es fördert die körperliche, emotionale und kognitive Entwicklung der Kinder, vor allem in solchen Gruppen, in denen sich die Jüngsten auf verschiedenen Entwicklungsniveaus austauschen können – wie bei Kindern mit und ohne Behinderung. Hierfür braucht es allerdings Räume und Spielutensilien, die eine inklusive Spielsituation nicht behindern, sondern unterstützen. Das gilt besonders für öffentliche Spielplätze. Bislang sind in Deutschland aber nur sehr wenige barrierefrei.

Quelle: Aktion Mensch

Das alles sollte ein inklusiver Spielplatz bieten

Höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert. Denn ein barrierefreier und inklusiver Spielplatz bietet Spaß für alle Sinne. Da heißt es: sehen, hören, erleben. Damit ihn sowohl Kinder mit und ohne Behinderung erreichen können, sollte er barrierefrei an Gehsteige, Parkplätze und öffentliche Verkehrsflächen angebunden sein. Zudem sollte am Eingang eine Umlaufsperre stehen, an der man mühelos mit Kinderwagen und Rollstuhl vorbeikommt.

Ein inklusiver Spielplatz bietet bestenfalls einen ertastbaren Orientierungsplan, dessen Elemente sich als Leitsystem und Erkennungsmerkmale der einzelnen Geräte auf dem Gelände wiederfinden. Das Gelände selbst ist leicht „lesbar“, also übersichtlich. Die Wege sind mindestens 1,50 Meter breit, Rampen kommen auf 1,20 Meter. Die Wege kommen ohne Kiesel, Stufen oder Rinnen aus. Es gibt immer wieder Ruheplätze – und Spielangebote, mit denen Kinder und Jugendliche Spaß haben und das möglichst in inklusivem Miteinander.

Erster inklusiver Spielplatz in Köln-Porz eröffnet

Mit der Aktion „Stück zum Glück“ setzt sich die Aktion Mensch jetzt dafür ein, dass mehr inklusive Spielplätze entstehen. Im Kölner Stadtteil Porz ist der erste inklusive Spielplatz im Juni 2018 eröffnet worden. Realisiert wurde die neue Einrichtung für Kinder mit und ohne Behinderung über die deutschlandweite Spendenaktion „Stück zum Glück“, einer gemeinsamen Initiative von Procter & Gamble (P&G), REWE und der Aktion Mensch.

Mit „Stück zum Glück“ werden über einen Zeitraum von drei Jahren eine Million Euro gesammelt, um deutschlandweit neue inklusive Spielplätze zu schaffen und bestehende Spielplätze für alle Kinder aus- oder umzubauen. Insgesamt sind rund 40 inklusive Spielplatz-Projekte geplant. Der neu errichtete Spielplatz in Köln-Porz bildet den Auftakt.

Kleiner Beitrag, großes Glück

Mit „Stück zum Glück“ kann jeder mit einem kleinen Beitrag zum Auf- und Umbau neuer Spielplätze in ganz Deutschland beitragen. „Einfach ein P&G-Produkt bei REWE kaufen und schon fließt ein Cent in das Projekt“, sagt Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der REWE Group. „Kinder sind unsere Zukunft und genau deshalb sollten wir sie bestmöglich fördern.“

Auf die Mädchen und Jungen aus Köln-Porz warten Spielgeräte wie der Drehwirbler, die Galaxy Kletteranlage und das Supernova Karussell für gemeinsame Abenteuer. Der neue Spielplatz befindet sich auf dem Gelände der Inklusiven Offenen Tür (OT) Ohmstraße in Köln-Porz und ist montags von 14 bis 18 Uhr und dienstags bis freitags von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Die OT-Ohmstraße in Köln-Porz ist eine inklusive Kinder– und Jugendfreizeiteinrichtung, die von der Aktion Mensch gefördert wird.

Henry, Jule, Leo, Tessa und Tom sind die Bunte Bande. (Copyright: Aktion Mensch)
4BARRIEREFREIES KINDERBUCH
„DIE BUNTE BANDE: DAS GESTOHLENE FAHRRAD“

„Gemeinsam sind wir stark“ ist die Losung der Bunten Bande. Durch die Geschichten lernen Kinder, was Vielfalt und Inklusion bedeuten. Und zwar: Besonderheiten und Gemeinsamkeiten entdecken, andere verstehen und respektieren, zusammen spielen und lernen.

Henry, Tessa, Leo, Tom und seine kleine Schwester Jule sind die dicksten Freunde der Welt. Zusammen bilden sie die Bunte Bande. Mit ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen entwickeln sie für jedes Problem eine Lösung.

Die Bunte Bande hat schon einige Herausforderungen bestanden. Davon erzählen die ersten vier Bücher, die die Aktion Mensch und der Carlsen Verlag in der Reihe „Die Bunte Bande“ veröffentlicht haben. Die vielleicht größte Herausforderung steckt in dem im Frühjahr 2018 erschienenen fünften Band – und zwar nicht für die fünf Freunde im Buch, sondern für die Macher dahinter. Denn „Die Bunte Bande: Das gestohlene Fahrrad“ ist die erste inklusive Ausgabe dieser Reihe.

Barrierefreies Kinderbuch: „Die Bunte Bande: Das gestohlene Fahrrad“

Leipziger Buchmesse: Inklusive Bunte-Bande-Lesung

In Brailleschrift: „Die Bunte Bande“ für Kinder mit Sehbehinderung

Prominente Vorleser: Moderatorin Shary Reeves, Ex-Torwart „Toni“ Schumacher

Copyright: Thilo Schmülgen (Kinderbuch), Jörg Singer (Leipziger Buchmesse)

3-in-1-Ausgabe: Alltagssprache, Leichte Sprache und Brailleschrift

Das inklusive Kinderbuch vereint Alltagssprache, Leichte Sprache und Brailleschrift. Das heißt, dass alle Kinder die neueste Geschichte der Bunten Bande lesen können – im besten Falle gemeinsam. Ganze zwei Jahre sind von der ersten Idee für ein inklusives Kinderbuch bis zu seiner Veröffentlichung vergangen. Verschiedene Experten haben am Konzept gefeilt, an Text, Bild und Gestaltung getüftelt sowie die aufwändige Herstellung betreut.

Buch lotst Kinder lesefreundlich durch die Seiten

Es hat sich gelohnt: Mitte März 2018 wurde das Buch mit Ringbindung im DIN-A4-Format auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Doppelseiten in Alltagssprache wechseln sich mit Doppelseiten in Leichter Sprache ab. Damit die Kinder die für sie passenden Seiten schnell finden, sind die sprachlich „leichten“ Seiten hellblau unterlegt und ragen über die Ränder der anderen Seiten hinaus. Auch das Leichte-Sprache-Symbol lotst sie durch die Seiten.

Gewinnen Sie das barrierefreie Kinderbuch

Sind Sie jetzt neugierig auf die spannenden neuen Abenteuer der Bunten Bande? Dann nehmen Sie an unserem Gewinnspiel teil. Erfahren Sie, was sich Tessa, Tom, Leo, Henry und Jule ausdenken, um ihrem Freund Ben zu helfen.

Die Aktion Mensch und der Carlsen Verlag verlosen zehn Exemplare der ersten inklusiven Ausgabe mit dem Titel „Die Bunte Bande: Das gestohlene Fahrrad“. Das Gewinnspiel läuft bis zum 5. September 2018. Viel Glück!

Wie viele Kinder gehören zur Bunten Bande?
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Mit der Teilnahme am Gewinnspiel akzeptiere ich die Teilnahmebedingungen. Ich bin damit einverstanden, dass Ströer Digital Publishing GmbH meine Daten im Zusammenhang mit diesem Gewinnspiel speichert und verwendet. Meine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.
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Einsendeschluss ist der 05.09.2018. Die Teilnahme erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Mitarbeiter der Ströer Digital Publishing GmbH sowie deren Angehörige sind von dem Gewinnspiel ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich. Jeder Teilnehmer kann nur einmal mitmachen. Es werden nur korrekt ausgefüllte Formulare in das Auswahlverfahren aufgenommen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Gewinnanspruch verfällt nach Ablauf von zwei Monaten, wenn der Gewinner nicht ermittelbar ist oder wenn sich dieser nicht innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntgabe des Gewinns beim Veranstalter des Gewinnspiels meldet.

Für Thibaud Kurtz (l.) und Leopold Schill ist Inklusion ganz selbstverständlich (Copyright: Thilo Schmülgen)
5AKTION MENSCH-UMFRAGE:
INKLUSION IN LEBENSBEREICHEN VON KINDERN

Wie denken die Menschen in Deutschland und speziell Eltern über „Inklusion von Anfang an“?
Eine Befragung von YouGov im Auftrag der Aktion Mensch hat ergeben, dass die gemeinsame Freizeitgestaltung in Deutschland einen hohen Stellenwert hat.

Inklusiver Unterricht in der Marie-Kahle-Gesamtschule Bonn (Copyright: Jochen Manz)
6Inklusion in der Schule
Eltern erzählen

Sie wünschen sich das Beste für ihr Kind. Eine Mutter und ein Vater berichten, was das für sie bedeutet und wie wichtig ihnen eine deutlich inklusivere Gesellschaft ist.

(Copyright: Jann Höfer)

Anne Heidel, 37, Sozialpädagogin

Sohn Bennet, 9 Jahre, besucht als Regelschüler die Antonius-von-Padua-Schule in Fulda, eine inklusive Grundschule mit 60 Kindern. 2017 erhielt die Schule den Jakob-Muth-Preis der Bertelsmann-Stiftung für ihren Einsatz für inklusiven Unterricht. Die Schule ist eingebunden in das Antonius-Netzwerk Mensch und wird von der Aktion Mensch gefördert.

„Es war uns wichtig, dass Bennet in einem toleranten Umfeld aufwächst. Da wir im Bekanntenkreis Kinder mit Beeinträchtigung haben, war das für ihn keine besondere Herausforderung. Was anders ist als an anderen Grundschulen ist das Soziale. Das Aufeinanderhören, das Aufeinanderrücksichtnehmen, unabhängig davon, ob ein Kind eine Behinderung hat oder nicht. Die Kinder haben sich im Blick und sehen, wenn jemand Hilfe braucht. Eltern, die vor einer Schulwahl stehen, sollten sich die Chance geben, inklusive Schulen kennenzulernen und auf ihr Kind hören, wenn es signalisiert, das könnte mir gefallen.“

(Copyright: Jann Höfer)

Uwe Danker, 46, Bildungsreferent

Bela Danker, 15 Jahre und Oberschüler, kam mit einer schweren Behinderung zur Welt. Vater Uwe engagiert sich im proREMUS e. V. Der Selbsthilfeverein setzt sich für Menschen mit Spina bifida und Hydrocephalus ein sowie für die Inklusion der Betroffenen in allen Lebensbereichen.

„Die Kindergarten- und Schulzeit ist für uns anstrengend. Unsere Erfahrungen und Empfehlungen wurden oft abgewehrt oder erst angenommen, wenn sich die Sozialexperten eingeschaltet haben. Ich möchte Teil der Lösungsfindung sein, wenn es um Probleme bei Bela geht. Neben der Bewusstseinsbildung braucht es auch gesetzliche Vorgaben, etwa im Baurecht. Im Freizeitbereich lässt sich sehr viel bewirken, hier entstehen echte Freundschaften. In inklusiven Gruppen kann man sehr gut lernen, dass man gemeinsam die beste Lösung findet und gemeinsam am stärksten ist. Und dass Inklusion ein ungemeiner Gewinn für alle ist.“

Sie möchten mehr Geschichten über Inklusion lesen? Dann klicken Sie hier.

Mitwirkende:

Projektleitung: Stefanie Bähr, Christian Vollrath

Redaktion: Manfred Schäfer, Ron Schlesinger

Technische Entwicklung: Jochen Drechsler, Marvin Ruppelt

Design: Elmar Compes

Abwicklung und Inhalte Aktion Mensch: Carina Höller, Ann-Kathrin Akalin